Bei unserem 1893 Summit haben wir erstmals den Award TRAGWERK 2026 vergeben. Wir freuen uns darauf, was daraus werden kann.

TRAGWERK zeichnet kein Ergebnis aus. TRAGWERK zeichnet die Menschen aus, die verändern, wie Ergebnisse entstehen. Kein Preis für das schönste Haus, die meisten Wohnungen oder die neueste Technologie. Uns interessiert, wie Veränderung passiert.

Im Kern geht es um Mut: Menschen, die einen Prozess hinterfragen und sagen: Das geht besser. Die eine Struktur infrage stellen, obwohl sie seit Jahren funktioniert. Die Dinge neu verbinden und einen Weg gehen, von dem am Anfang keiner weiß, ob er funktioniert. Genau dafür gibt es TRAGWERK.

„Ich mag diesen Moment, wenn jemand etwas anders macht und man hinterher denkt: Warum haben wir das eigentlich nicht immer so gemacht? Und genau solche Menschen wollen wir mit TRAGWERK auszeichnen“, sagt Volker Klich, Vorstand der 1893.

Der erste Preisträger ist Yalcin Ertem von fischer consulting. Einer Wohnungsgenossenschaft Lean Construction auf Basis des fischer Produktionssystems näherzubringen, ist nicht der naheliegendste Weg. Dafür braucht es Überzeugung, Geduld und viel Optimismus auf beiden Seiten.

TRAGWERK 2026 Gewinner Yalcin Ertem

Yalcin begleitet die 1893 seit mehreren Jahren. Seit 2022 arbeitet das Unternehmen mit Lean Construction. Ziel ist, Verschwendung zu reduzieren, Abläufe besser abzustimmen, Fehler früher zu erkennen und Bauprozesse planbarer zu machen.

Yalcin hat uns kein Haus gebaut. Er hat mit uns verändert, wie wir Häuser bauen.

„Für uns hat Lean Construction ganz konkret verändert, wie wir planen und zusammenarbeiten. Yalcin hat dabei nicht nur eine Methode mitgebracht. Er hat sie gemeinsam mit unseren Leuten so weit entwickelt, dass sie bei uns funktioniert“, sagt Guido Niehaus, Vorstand der 1893.

Eine Auszeichnung für eigenständiges Denken kann nicht aussehen wie etwas aus dem Katalog. Keine Urkunde. Kein Glaspokal. Kein Kristall mit Logo.

TRAGWERK soll selbst Haltung haben.

Gestaltet hat TRAGWERK 2026 der Eberswalder Künstler Holger Lippmann . Seine VOXXEL-Arbeiten entstehen zunächst digital: Formen werden fragmentiert, verschoben und neu zusammengesetzt, bevor daraus mittels 3D Drucker Skulpturen werden. Für TRAGWERK hat er eine bestehende Figur seiner Reihe weiterentwickelt und die 1893 in ihre Front integriert. Dafür griff er in die vorhandene Struktur ein, veränderte Teile und ordnete sie neu.

Das beschreibt TRAGWERK: Bestehendes anschauen. Eingreifen. Neu ordnen. Etwas schaffen, das vorher nicht da war.

Jedes Jahr entsteht eine eigene künstlerische Arbeit statt einer Wiederholung. Über die Jahre kann eine Serie entstehen, so unterschiedlich wie die Ausgezeichneten. Dass sie in Eberswalde beginnt, gefällt uns besonders.

Außerdem haben wir von der Verleihung ein Video gemacht, das man sich HIER ansehen kann.